Wenn die Temperaturen wechseln, wandern Winterpullover, Sommerkleider oder andere saisonale Lieblingsstücke für mehrere Monate in den Schrank. Damit du sie in der nächsten Saison sauber und gepflegt wieder hervorholen kannst, kommt es auf die richtige Aufbewahrung an. Vor allem Feuchtigkeit, falsche Lagerung und Kleidermotten können Textilien während der Pause zusetzen.
Inhaltsverzeichnis
Das wichtigste in Kürze
- Lagere Saisonkleidung nur sauber und vollständig trocken, um Gerüche, Feuchtigkeit und Kleidermotten möglichst zu vermeiden.
- Bewahre Kleidung an einem trockenen, sauberen und dunklen Ort in geeigneten Schränken oder Aufbewahrungsboxen auf.
- Kontrolliere beim Saisonwechsel besonders Wollkleidung auf kleine Löcher, Gespinste oder Larven als mögliche Anzeichen für Kleidermotten
- Falte schwere Strickkleidung und hänge leichte Kleider oder Blusen auf, damit die Kleidungsstücke ihre Form behalten.
- Prüfe länger eingelagerte Kleidung regelmäßig, um Feuchtigkeit, Gerüche oder einen möglichen Mottenbefall frühzeitig zu erkennen.

Warum Saisonkleidung nicht einfach im Schrank verschwinden sollte
Kleidung über mehrere Monate einzulagern klingt zunächst unkompliziert. Zusammenlegen, verstauen und fertig. Doch Schweiß, Hautschüppchen oder andere Rückstände können auch dann noch im Stoff stecken, wenn ein Kleidungsstück sauber aussieht.
Vor dem Einlagern solltest du deine Saisonkleidung deshalb waschen und vollständig trocknen lassen. Das ist nicht nur hygienischer, sondern macht die Textilien auch weniger attraktiv für Kleidermotten.
Besonders aufmerksam solltest du bei empfindlichen Naturfasern wie Wolle sein. Die Larven von Kleidermotten ernähren sich unter anderem von tierischen Fasern und können dadurch sichtbare Löcher hinterlassen.
Saisonkleidung richtig vorbereiten
Bevor Pullover, Shirts oder andere Kleidungsstücke für längere Zeit verstaut werden, lohnt sich ein kurzer Check. Flecken, kleine Beschädigungen oder Feuchtigkeit lassen sich jetzt leichter entdecken als Monate später.
Vor dem Einlagern solltest du:
- Kleidung entsprechend dem Pflegeetikett waschen
- Flecken vollständig entfernen
- alle Textilien gut trocknen lassen
- Taschen leeren und Kleidungsstücke kontrollieren
- beschädigte Stellen möglichst vor der Lagerung reparieren
So kommt die Kleidung sauber in die Saisonpause und du sparst dir beim nächsten Wechsel unnötige Arbeit.
Wo lässt sich Saisonkleidung am besten aufbewahren?
Der richtige Lagerort sollte vor allem trocken, sauber und möglichst dunkel sein. Direkte Sonneneinstrahlung kann Farben mit der Zeit ausbleichen, während Feuchtigkeit unangenehme Gerüche oder im schlimmsten Fall Schimmel begünstigen kann.
Ein sauberer Kleiderschrank, eine Kommode oder geeignete Aufbewahrungsboxen bieten sich deshalb gut an. Keller und Dachboden sind dagegen nur geeignet, wenn dort dauerhaft trockene und möglichst konstante Bedingungen herrschen.
Falten, hängen oder in Boxen verstauen?
Nicht jedes Kleidungsstück sollte gleich gelagert werden. Strickpullover und andere schwere Kleidungsstücke legst du besser zusammen, da sie auf einem Kleiderbügel ihre Form verlieren können. Blusen, Hemden oder leichte Kleider lassen sich dagegen häufig gut auf einem passenden Bügel aufbewahren.
Für kleinere Kleidungsstücke oder Saisonwäsche sind geschlossene Aufbewahrungsboxen praktisch. Wichtig ist, dass wirklich alles trocken ist, bevor du die Box verschließt.

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Wie kann man Kleidermotten vorbeugen?
Kleidermotten mögen ruhige, dunkle Bereiche, in denen Textilien längere Zeit ungestört liegen. Deshalb beginnt die Vorbeugung bereits bei einem sauberen Kleiderschrank und frisch gewaschener Kleidung.
Kontrolliere deinen Schrank beim Saisonwechsel gründlich und sauge auch Ecken, Fugen und schwer erreichbare Stellen aus. Kleidungsstücke aus Wolle und anderen tierischen Fasern solltest du besonders aufmerksam prüfen.
Achte auf mögliche Hinweise wie:
- kleine unregelmäßige Löcher in Textilien
- feine Gespinste oder Gespinströhrchen
- Larven oder kleine Hüllen im Kleiderschrank
Einzelne herumfliegende Motten allein zeigen dagegen noch nicht sicher, woher ein möglicher Befall stammt.
Unser Tipp
Nutze den Saisonwechsel für einen kurzen Kleiderschrank-Check. Nimm die Kleidung heraus, reinige Böden und Ecken und kontrolliere besonders selten getragene Wollkleidung. So fallen mögliche Spuren von Kleidermotten auf, bevor deine Lieblingsstücke wieder für mehrere Monate im Schrank verschwinden.
Was tun, wenn Kleidermotten bereits da sind?
Entdeckst du typische Fraßstellen, Larven oder Gespinste, solltest du nicht nur das betroffene Kleidungsstück betrachten. Kontrolliere auch die übrigen Textilien in der Umgebung und reinige den Schrank gründlich.
Waschbare Kleidung solltest du entsprechend den Angaben auf dem Pflegeetikett reinigen. Bei empfindlichen Materialien ist es besonders wichtig, die Pflegehinweise einzuhalten, statt sie vorsorglich bei zu hoher Temperatur zu waschen.
Saisonwechsel als Gelegenheit zum Aussortieren nutzen
Der Wechsel von Sommer- zu Winterkleidung oder umgekehrt ist gleichzeitig ein guter Zeitpunkt, den Kleiderschrank etwas übersichtlicher zu gestalten. Was hast du in der vergangenen Saison tatsächlich getragen? Welche Teile müssen repariert werden? Und welche Kleidung passt nicht mehr zu deinem Alltag?
Wenn du deinen Kleiderschrank langfristig übersichtlicher gestalten möchtest, kann auch das Prinzip der Capsule Wardrobe helfen. Dabei konzentrierst du dich auf ausgewählte Kleidungsstücke, die sich vielseitig miteinander kombinieren lassen.
Gut erhaltene Stücke, die du nicht mehr trägst, kannst du weitergeben oder spenden. Dadurch bleibt mehr Platz für Kleidung, die du regelmäßig nutzt und richtig aufbewahren möchtest.
Wie lange kann man Kleidung einlagern?
Gut vorbereitete Kleidung kann problemlos über eine Saison hinweg gelagert werden. Entscheidend ist weniger die genaue Dauer als die Umgebung. Die Textilien sollten sauber und trocken sein und an einem geeigneten Ort aufbewahrt werden.
Bei längerer Lagerung lohnt es sich, zwischendurch einen Blick in Schrank oder Box zu werfen. So bemerkst du Feuchtigkeit, Gerüche oder einen möglichen Mottenbefall frühzeitig.
Auch die richtige Pflege verlängert die Freude an Kleidung
Richtige Lagerung beginnt bereits vor dem Verstauen. Wer Materialien passend wäscht, trocknet und pflegt, schützt nicht nur die Optik, sondern auch die Form seiner Kleidung.
Beim Saisonwechsel lohnt sich auch ein Blick auf deine Nachtwäsche. Leichte Modelle können im Winter Platz für wärmere Varianten machen und bis zur nächsten Saison richtig eingelagert werden.



